Viele Teetrinker achten auf hochwertige Teeblätter, schöne Teekannen und die richtige Ziehzeit. Doch ein entscheidender Faktor wird oft übersehen: das Wasser.
Dabei besteht eine Tasse Tee zu über 98 % aus Wasser. Ist das Wasser nicht optimal, kann selbst der beste Tee sein Aroma nicht vollständig entfalten.
Die gute Nachricht: Schon kleine Anpassungen können einen erstaunlichen Unterschied machen.
Für eine gute Tasse Tee sollte immer frisches, kaltes Leitungswasser verwendet werden.
Wasser, das lange im Wasserkocher gestanden hat oder mehrfach aufgekocht wurde, verliert einen Teil seiner gelösten Gase und wirkt im Geschmack oft etwas flacher.
Unser Tipp:
Den Wasserkocher am besten jedes Mal frisch befüllen – das sorgt für ein klareres, lebendigeres Aroma.
Nicht jedes Leitungswasser ist gleich. Ein entscheidender Faktor ist die sogenannte Wasserhärte.
Sie wird hauptsächlich durch die Mineralstoffe Calcium und Magnesium bestimmt.
Man unterscheidet drei Bereiche:
Weiches Wasser
Mittleres Wasser
Hartes Wasser
Für Tee eignet sich in der Regel mittelhartes Wasser am besten.
Sehr hartes Wasser
kann Aromen dämpfen
Tee wirkt oft etwas flach oder „kreidig“
im Wasserkocher entsteht schneller Kalk
Sehr weiches Wasser
kann Tee etwas dünn wirken lassen
die Struktur im Geschmack fehlt manchmal
Die meisten Teekenner bevorzugen daher Wasser mit mittlerem Mineralgehalt.
Wer sehr hartes Leitungswasser hat, kann einen Wasserfilter verwenden – oft verbessert das den Geschmack deutlich.
Vielleicht ist dir schon einmal eine dünne schimmernde Haut auf der Oberfläche deines Tees aufgefallen.
Das sieht zwar ungewöhnlich aus, ist aber völlig harmlos.
Dieser sogenannte „Tea Film“ entsteht, wenn natürliche Tee-Inhaltsstoffe mit Mineralien aus dem Wasser reagieren. Besonders häufig tritt er bei hartem Wasser auf.
Der Film sagt also nichts über die Qualität des Tees aus – er zeigt lediglich, dass das Wasser relativ mineralreich ist.
In manchen Regionen kann Leitungswasser leicht nach Chlor riechen oder schmecken.
Das hat hygienische Gründe, kann aber den feinen Duft eines Tees überdecken.
Wenn dein Wasser stark nach Chlor riecht, helfen oft einfache Lösungen:
Wasser kurz durch einen Aktivkohlefilter laufen lassen
Wasser einige Minuten stehen lassen
Wasser frisch aus dem Hahn zapfen
Danach schmeckt der Tee meist deutlich runder.
Kalk entsteht vor allem bei hartem Wasser und sammelt sich im Wasserkocher an.
Das hat zwei Effekte:
Das Wasser erhitzt sich langsamer
der Geschmack kann leicht beeinträchtigt werden
Deshalb lohnt es sich, den Wasserkocher regelmäßig zu entkalken.
Hausmittel wie Zitronensäure funktionieren dafür sehr gut.
Für Tee eignet sich in den meisten Fällen ganz normales Leitungswasser.
In Regionen mit sehr hartem Wasser kann ein Wasserfilter sinnvoll sein.
Mineralwasser ist für Tee meist weniger geeignet, da es häufig zu viele Mineralstoffe enthält und den Geschmack verfälschen kann.
Oft braucht es nur wenige Anpassungen, um den Geschmack von Tee deutlich zu verbessern:
✔ frisches Wasser verwenden
✔ die richtige Temperatur wählen
✔ Wasserkocher regelmäßig entkalken
✔ bei sehr hartem Wasser einen Filter nutzen
Mit diesen einfachen Schritten kann selbst eine alltägliche Tasse Tee deutlich aromatischer und ausgewogener werden.